Gemeinsame Einsatzübung fordert Rettungskräfte in Rosengarten
Am Dienstagabend, den 18. August 2026, wurden mehrere Ortsfeuerwehren der Gemeinde Rosengarten sowie der Rettungsdienst um 19:15 Uhr zu einer groß angelegten Einsatzübung alarmiert.
Auf der Verbindungsstraße „Am Rosengarten“ zwischen den Ortschaften Sottorf und Alvesen wurde ein schwerer Verkehrsunfall mit zwei beteiligten Pkw simuliert. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bot sich eine komplexe Schadenslage: Insgesamt vier Personen befanden sich in den beiden Unfallfahrzeugen, von denen drei massiv in den Wracks eingeklemmt waren und ein Verletztendarsteller, welcher aus dem Fahrzeug "geschleudert" wurde. An einem der Unfallfahrzeuge war zudem kurz nach dem Eintreffen ein Brand ausgebrochen, der bereits auf das Feld auf dem der PKW zum Liegen kam übergegriffen hatte und dort zu einem ausgedehnten Flächenbrand führte.
Um die Bedingungen für die Übenden so realistisch wie möglich zu gestalten, wurde die Unfallstelle im Vorfeld durch ein Pyrotechnik-Team präpariert. Eine professionelle Unfalldarstellung sorgte zudem für täuschend echte Verletzungsmuster bei den Statisten.
Die primären Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehr Leversen-Sieversen lagen in der schnellen Brandbekämpfung des Fahrzeugbrandes sowie in der technischen Rettung. Die weiteren Ortswehren unterstützen die technische Rettung und übernahmen die umfangreiche Flächenbrandbekämpfung. Parallel zur Absicherung der Unfallstelle setzten die Einsatzkräfte schweres hydraulisches Rettungsgerät ein, um die eingeklemmten Personen patientenschonend und zügig aus den Fahrzeugwracks zu befreien. Nach der Rettung wurden die Verletzten an den Rettungsdienst zur medizinischen Erstversorgung übergeben.
Die Übung diente insbesondere dazu, die einsatztaktischen Abläufe bei schweren Verkehrsunfällen zu festigen und das Zusammenspiel zwischen den verschiedenen Einheiten zu optimieren. Wir danken alle Beteiligten und dem AK Alarm Team, rund um Matthias Rohr und Lars Otten, für diese hervorragende Übung.
Zu einer unklaren Rauchentwicklung im Dreieck Emsen, Rade, Buchholzer Dreieck wurden wir mit den o.g. Wehren alarmiert. Mehrere Anrufer hatten der Leitstelle eine Rauchentwicklung gemeldet, sodass das Alarmstichwort auf FW2 erhöht wurde und die genannten Wehren alarmiert wurden.
Eine umfangreiche Erkundung des Gebietes, inkl. der beiden Autobahnen A1 und A261 ergab glücklicherweise keine Brandsstelle. In dieser Trockenheit ist jeder Anruf mit einer Verdachtsmeldung wichtig, da es sonst ggf. zu einer sehr raschen Brandausbreitung kommen kann, wie im Bereich der Eifel/ Hohes Venn aktuell zu sehen.
Schwerer Verkehrsunfall auf der Rosengartenstraße (K 52) – Fünf Verletzte nach Frontalkollision
Zu einer schweren technischen Hilfeleistung nach einem Verkehrsunfall wurden wir am Mittwochnachmittag um 13:51 Uhr alarmiert. Auf der Rosengartenstraße (K 52) kam es im Waldgebiet zwischen Sieversen und Bachheide zu einer Frontalkollision zwischen zwei PKW, die einen Großeinsatz der Rettungskräfte auslöste.
Auf gerader Strecke zwischen dem heutigen Waldhuuske (ehemals Waldschänke) und der „Karl-Stein-Schänke“ stießen aus bislang ungeklärter Ursache zwei Fahrzeuge frontal zusammen. Die Wucht des Aufpralls war so enorm, dass an beiden Unfallfahrzeugen jeweils die vorderen Reifen auf der Fahrerseite komplett abgerissen wurden. Die Wracks schleuderten über die Fahrbahn, und Trümmerteile verteilten sich über einen weiten Bereich.
Beim Eintreffen unserer ersten Einsatzkräfte bestätigte sich die erste Befürchtung eingeklemmter Personen glücklicherweise nicht. Alle Insassen hatten sich bereits eigenständig aus den schwer zerstörten Fahrzeugen befreien können und wurden schon von Ersthelfern an der Einsatzstelle betreut. Insgesamt forderte der Unfall fünf verletzte Personen. In dem einen betroffenen Fahrzeug befanden sich vier Insassen, darunter zwei Kinder. Während drei Insassen mittelschwere Verletzungen erlitten, wurde eine Person schwer verletzt. Der Fahrer des zweiten Fahrzeugs kam mit leichteren Verletzungen davon.
Aufgrund der Alarm- und Ausrückordnung wurden neben der Feuerwehr Leversen-Sieversen auch die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Tötensen sowie die Feuerwehr Rade alarmiert, die mit ihrem Rüstwagen zur Unterstützung anrückte. Die Einsatzkräfte übernahmen umgehend die medizinische Erstversorgung aller Verletzten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes, der mit einem Großaufgebot vor Ort war. Auch der Hamburger Rettungshubschrauber „Christoph 29“ landete direkt auf der Fahrbahn. Nach der umfassenden Versorgung vor Ort wurden die verletzten Personen in umliegende Krankenhäuser transportiert. Parallel dazu sicherten die Feuerwehrkräfte die Unfallstelle ab, streuten auslaufende Betriebsstoffe ab, stellen den Brandschutz sicher und klemmten die Fahrzeugbatterien ab.
Für die Unfallaufnahme durch einen Gutachter und die anschließenden Bergungsarbeiten der Fahrzeuge blieb die Rosengartenstraße bis in den Abend hinein voll gesperrt. Nach rund eineinhalb Stunden wurde die Einsatzstelle an die Polizei übergeben, sodass alle Kräfte wieder in ihre Stützpunkte einrücken konnten.
Zu einem brennenden Müllcontainer auf dem Autobahnparkplatz „Rosengarten West“ an der BAB 261 in Fahrtrichtung Bremen wurden wir mit der FF Tötensen alarmiert. Vor Ort stellten die ersteintreffenden Kräfte fest, dass es sich um einen modernen, unterirdischen Müllbehälter (sogenannte Unterflurcontainer) handelte. Aus der Einwurföffnung drang leichter Qualm, zudem konnte eine leicht erhöhte Temperatur im Inneren des Behälters gemessen werden. Da auf Grund des Lagebildes die Kräfte für die Brandbekämpfung ausreichten, konnte die Feuerwehr Tötensen den Einsatz zeitnah abbrechen und wieder einrücken.
Als erste Maßnahme wurde mittels eines Schnellangriffsrohr die Brandbekämpfung eingeleitet. Da der Container aber keinerlei weitere Zugangsmöglichkeit bot, wurde dieser dann mit einem Schaumrohr geflutet, um die Glutnester vollständig zu ersticken. Parallel dazu wurde über die Leitstelle Harburg und die Polizei wurde dann die zuständige Autobahnmeisterei informiert. Nach rund einer Stunde war der Einsatz beendet und alle Kräfte rückten wieder in den Stützpunkt ein.
Am Mittwochabend wurden die Freiwilligen Feuerwehren aus Leversen-Sieversen, Tötensen und Rade gemäß Alarm- und Ausrückordnung zu einem gemeldeten Lkw-Brand auf die Bundesautobahn 261 alarmiert. Bereits auf der Anfahrt vom Gerätehaus konnten die ausrückenden Kräfte aus Leversen die Einsatzmeldung auf Sicht bestätigen; eine massive, schwarze Rauchsäule war am Abendhimmel deutlich erkennbar.
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand das Fahrerhaus einer Sattelzugmaschine bereits in Vollbrand. Der Lkw hatte einen 40-Fuß-Container geladen, der mit Ramen-Nudeln (Instant-Nudeln) beladen war. Der Fahrer des Lastwagens hatte das Fahrzeug glücklicherweise rechtzeitig verlassen können, zog sich jedoch eine leichte Rauchgasintoxikation zu. Er wurde vor Ort vom Rettungsdienst medizinisch erstversorgt und im Anschluss in ein nahegelegenes Krankenhaus transportiert. Durch den schnellen und gezielten Löschangriff konnte der Einsatzleiter bereits rund 8 Minuten nach dem Eintreffen „Feuer unter Kontrolle“ vermelden, was auch an einer merklich abklingenden Rauchsäule für die nachrückenden Einheiten sichtbar war.
Die Brandbekämpfung am brennenden Zugfahrzeug wurde mit zwei C-Rohren vorgenommen. Um die Wasserversorgung in der Anfangsphase auf der Autobahn sicherzustellen, wurde umgehend ein Pendelverkehr mit den wasserführenden Fahrzeugen vom nahegelegenen Parkplatz Rosengarten-West eingerichtet. Aufgrund des hohen Löschwasserbedarfs forderte der Einsatzleiter zudem den Abrollbehälter Wasser (AB-Wasser) mit 10.000 Litern Inhalt von der Feuerwehr Neu Wulmstorf nach. Gleichzeitig erkundete ein Trupp die Stirnseite des Containers direkt hinter dem Fahrerhaus, um eine Brandausbreitung auf die Ladung im Inneren frühzeitig zu überprüfen. Das Feuer war noch nicht in den Container eingedrungen. Um eine Entzündung der Fracht durch die enorme Hitzeeinwirkung sicher auszuschließen, wurden die vordersten Kartons im Container vorsorglich mit Netzmittel benetzt.
Im Verlauf der Löscharbeiten am völlig zerstörten Fahrerhaus kam ein Kombinations-Mittelschaumrohr zum Einsatz. Hierbei mussten die Kräfte gegen einsetzenden Gewitterregen ankämpfen, welcher den ausgebrachten Schaumteppich in sich zusammenfallen ließ. Um die Gefährdung der Einsatzkräfte durch das aufziehende Gewitter zu minimieren, ließ der Einsatzleiter alle zu diesem Zeitpunkt nicht zwingend benötigten Kräfte in den Fahrzeugen aufsitzen. Nach dem Abklingen des Unwetters wurde der gesamte Containerbereich abschließend mit einer Wärmebildkamera auf versteckte Glutnester kontrolliert.
Für die Dauer der Lösch- und Bergungsarbeiten musste die Autobahn in Fahrtrichtung Süd komplett gesperrt werden. Die ebenfalls anwesende Autobahnmeisterei übernahm die Vollsperrung und leitete den Verkehr an der Anschlussstelle Tötensen – rund einen Kilometer vor der Unfallstelle – ab. Durch die Sperrung bildete sich ein massiver Rückstau, der zeitweise bis weit in das Dreieck Südwest zurückreichte.
Unschöne Szenen spielten sich trotz der Vollsperrung im Stau ab: Mehrere uneinsichtige Pkw-Fahrer versuchten, die Absperrung zu ignorieren und die Einsatzstelle eigenmächtig zu passieren, da sie angaben, wichtige Termine zu haben. Die anwesende Polizei nahm hierauf umgehend ihre Aufgaben wahr und wies die betroffenen Verkehrsteilnehmer entsprechend nachdrücklich an, wie sie sich zu verhalten haben. Die Feuerwehr weist in diesem Zusammenhang nochmals eindringlich darauf hin, dass Absperrungen der Einsatzkräfte und der Autobahnmeisterei ausnahmslos zu beachten sind, um weder sich selbst noch die arbeitenden Retter in Gefahr zu bringen.
Nach etwas über drei Stunden konnten die Kräfte gegen 21:00 Uhr die Einsatzstelle verlassen. Nach den anschließenden Nachbereitungsarbeiten, dem Wiederaufrüsten der Fahrzeuge und der Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft im Gerätehaus konnte der Einsatz nach gut vier Stunden gegen 21:45 Uhr offiziell beendet werden.
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